Inhalt
Präambel
Ingolstadt, Geschichte und Identität
Innenstadt beleben
Demokratie und Verwaltung
Sicherheit
Gesundheit und Hochschule
Wirtschaft und Innovation
Eine Stadt der Kinder und Jugend
Verkehr
Kultur, Sport und Freizeit
Umwelt
Tourismusförderung
Präambel
Ingolstadt ist mehr – Wir wollen die Stadt sichtbar machen.
Ingolstadt ist eine Stadt der Geistesgeschichte, eine Stadt der Industrie, eine Stadt der Kultur.
Ingolstadt ist vielfältig, bunt und lebenswert.
Unser Ziel ist es, dass die Menschen Ingolstadt mit diesen Werten auch wahrnehmen.
Ingolstadt, Geschichte und Identität
Ingolstadt bietet ein reiches Fundament an wunderschöner historischer Bausubstanz. Die Geschichte der Stadt ist an vielen Orten ablesbar. Vom Herzogskasten, dem neuen Schloss, der bayerischen Landesuniversität, über die Festungsbauten von Leo von Klenze, bis hin zu den Industriedenkmälern der Neuzeit. Dieses Erbe zu pflegen und über die Region hinaus bekannt zu machen ist Aufgabe und Verpflichtung der Stadt. In dieser reichen Geschichte die Stadt weiterzuentwickeln ist eine große Aufgabe. Gleichzeitig ist es aber auch eine große Chance aus dieser Historie eine Stadtidentität zu bilden, die über das bisherige Maß weit hinausgeht. Daher fordert die FDP Ingolstadt die Schaffung eines Ethikinstituts Geistesgeschichte, dass sich dieser Aufgaben annimmt.
Darüber hinaus sollten sich die Museen über die Region Ingolstadt hinaus miteinander vernetzen. Über Wanderwege und Radwege sollten die historischen Stätten, sowohl in Ingolstadt als auch in den umliegenden Regionen, gezielt erreichbar gemacht werden.
Dazu gehört die Öffnung der Stadt Richtung Donau in die Schloßlände auf zwei Fahrspuren reduziert wird und zu einem „Shared Space“ wird. Zum Verweilen an der Donau fordert die FDP Ingolstadt außerdem ein Restaurantschiff. Das gesamte Donauufer soll über das Konzept wie den Donau-Loop (Konzept Büro Officina, Alexander Häusler) zugänglich gemacht werden.
Eine gezielte Förderung des Tourismus zur Verbesserung der Außendarstellung Ingolstadts würde nicht nur Touristen anziehen. Auch den Neubürgern wird dadurch die Integration in der Stadt erleichtert.
Innenstadt beleben
Die FDP Ingolstadt setzt sich für zahlreiche Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt ein. Dazu zählen vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr und eine individuelle Gestaltung der Ladenöffnungszeiten, die Reduzierung der Sperrzeiten der Außengastronomie für Innenstadtlokale und die Gestaltung eines „Sonnengelben Wochenendes“ nach dem Vorbild des „Himmelblauen Samstags“ in Neuburg an der Donau. Das kostenlose Parken für drei Stunden an diesen Samstagen ist dort ein großer Erfolg.
Eine bessere Bespielung des Rathausplatzes und eine Neuausrichtung des Platzes an der Hohen Schule würden zusätzlich zu einer Belebung der Innenstadt beitragen. Dazu zählt vor allem auch die Nutzung der Plätze für Veranstaltungen aller Art, wie z.B. Konzertreihen und ein jährlich stattfindendes Bürgerfest. Die Stadt sollte auch Verhandlungen mit dem Land aufnehmen, um das Schloß gastronomisch zu erschließen und in die Innenstadt zu integrieren.
Als Störfaktor für eine attraktive Innenstadt sieht die FDP Ingolstadt die Vielzahl der Busse auf der Nord-Süd-Achse, sowie den zeitlich uneingeschränkten Lieferverkehr in der Fußgängerzone. Eine Erweiterung der verkehrsberuhigten Zone in Richtung Kreuztor wäre wünschenswert, um den Verkehrslärm gerade am sogenannten Bermudadreieck zu reduzieren.
Für die Realisierung und Bündelung dieser Maßnahmen und als Ansprechpartner aller Beteiligten setzt sich die FDP Ingolstadt für einen City Manager in Vollzeit ein, der direkt an den Oberbürgermeister berichtet.
Demokratie und Verwaltung
Als Zukunftspartei will die FDP Ingolstadt den digitalen Raum gestalten und nicht hinterherlaufen. Daher kämpfen wir für einen Livestream der öffentlichen Stadtratssitzungen (inklusive Gebärdensprachendolmetscher). Die Aufzeichnungen müssen zum Nachschauen in einer öffentlich zugänglichen Online-Mediathek nach Tagesordnungspunkten durchsuchbar archiviert werden. Städte wie München, Bayreuth, Dresden, Leipzig und viele andere praktizieren dies seit Jahren erfolgreich.
Ferner setzen wir uns für einen einfachen Zugang zu den Sitzungsprotokollen des Ingolstädter Stadtrats und dessen Ausschüssen ein. Dies gilt auch für die Protokolle der Aufsichtsratssitzungen der städtischen Tochtergesellschaften. Aktuell ist nur eine persönliche Einsichtnahme im Ingolstädter Rathaus, ohne ein Recht auf Abschriften bzw. Kopien, möglich. Und dies auch nur zu den üblichen Öffnungszeiten der Verwaltung. Durch ein Online-Archiv erhalten die Ingolstädter Bürger jederzeit mehr Transparenz in der Ingolstädter Kommunalpolitik.
Die FDP Ingolstadt setzt sich darüber hinaus für eine Stärkung und Optimierung der Bezirksausschüsse ein, z.B. indem alle Bürger mindestens einmal im Jahr schriftlich zu deren Sitzungen eingeladen werden. Auch Kindern und Jugendlichen sollten die Bezirksausschüsse nähergebracht werden, damit dort ihre Sorgen, Anregungen und Wünsche Gehör finden.
Wir setzen uns außerdem für eine Überprüfung aller städtischen GmbHs ein. Der „Bürgerkonzern“ muss vereinfacht werden. Der Informationsfluss aus den Tochtergesellschaften muss transparenter gestaltet und durch den Stadtrat besser kontrollierbar sein.
Im digitalen Zeitalter sind Daten der Schlüssel für Innovation. Als „Open Data“ werden Daten bezeichnet, die von allen ohne Einschränkung benutzt werden können. Dies schafft Potential für Start-ups die mit Geodaten oder anderen Statistikdaten neue Anwendungen programmieren können. Ebenso sind die Daten für den interessierten Bürger eine Möglichkeit, sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen.
Sicherheit
Eine weitere willkürliche Ausweitung der anlasslosen Überwachung der Bürgerinnen und Bürger durch Kameras kommt für die FDP nicht in Frage. Die Freiheitsrechte werden hier unverhältnismäßig stark eingeschränkt und es trägt auch nicht zur Abschreckung bei. Wir fordern mehr Sicherheit durch mehr Polizeibeamte, noch bessere Koordination dieser Kräfte und die Erhöhung der Sicherheit durch eine bessere Beleuchtung.
Besonders wichtig ist uns, dass die Polizeikräfte personell besser ausgestattet werden. Der Kahlschlag unter Stoiber ist bis heute nicht verkraftet und der Zulauf an neuem Personal bis heute zu gering.
Wohnen und Soziales
Die FDP Ingolstadt möchte durch eine gezielte Änderung der Bauvorschriften mehr Wohnraum fördern. Dazu zählt die Begründungspflicht für Bauten unter 3 Stockwerken bei Gewerbeimmobilien.
Ingolstadt benötigt auch mehr Wohnheime. Sowohl für Studierende, aber auch für Auszubildende. Der Mangel an Fachkräften in Handwerk und Pflege ist allgegenwärtig. Hier muss dringend gehandelt werden.
Gesundheit und Hochschule
Wir setzen uns für die Erweiterung des Klinikums hin zu einer Universitätsklinik ein. Schon 1472 wurde in Ingolstadt die damalige Landesuniversität gegründet. Medizin gehörte zum klassischen Kanon und war damit auch in Ingolstadt Teil des Fächerangebots. In der Stadtidentität von Ingolstadt haben sich diese Wurzeln tief eingegraben. Die Alte Anatomie ist einer der schönsten Plätze Ingolstadts und Sitz des Deutschen Medizinhistorischen Museums. Es wird Zeit diesen Teil der Ingolstädter Geschichte in die Zukunft zu führen. Ein Universitätsklinikum würde das medizinische Angebot der Region nochmals auf ein völlig neues Niveau heben. Nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite der angebotenen Leistungen. Das Klinikum Ingolstadt bietet dabei als starkes Haus die optimale Basis für diese Weiterentwicklung. Das Klinikum Ingolstadt ist schon heute mit 3000 Mitarbeitern der zweitgrößte Arbeitgeber Ingolstadts und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und könnte Als Uniklinik in der Bedeutung noch deutlich steigen.
Ingolstadt fehlen auch die Geisteswissenschaften und die kreativen Studiengänge. Deshalb setzt sich die FDP Ingolstadt sowohl für die Erweiterung der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt am Standort Ingolstadt ein, als auch für den Ausbau von Design Studiengängen an der Technischen Hochschule Ingolstadt. Das alte Donaukuriergebäude wäre für ein „Kreativzentrum“ eine großartige Heimat.
Wirtschaft und Innovation
Die Wirtschaft Ingolstadts ist abhängig von der Automobilindustrie. Die AUDI AG und ihre Zulieferer haben Ingolstadt zu großem Wohlstand verholfen und waren ein historischer Glücksfall für ganz Bayern. Gleichzeit steigt mit der Fokussierung auf eine Branche auch die Abhängigkeit und das Risiko bei Krisen (z.B. Diesel) besonders hart getroffen zu werden.
Daher setzt sich die FDP Ingolstadt für eine starke Förderung des Mittelstands in Ingolstadt ein. Die Abwanderung der Dr. Wack Chemie in das benachbarte Pfaffenhofen zeigt das Ausmaß der Misere. Wir Freie Demokraten setzen uns dafür ein, dass der Mittelstand zwischen Großindustrie und Start-ups in Ingolstadt nicht vergessen wird. Die Stadt muss sich als Servicecenter sehen, dass ein Ohr am Mittelstand hat. Ein zentraler Punkt ist hier, günstigen Wohnraum für Mitarbeiter zu schaffen, sowie Grundstückspreise und die Gewerbesteuer für Klein- und Mittelstandsunternehmen zu senken, um eine neue Gründerkultur in Ingolstadt erwachsen zu lassen. Die Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes, der zweithöchste in Oberbayern, muss geprüft werden. Auch das Handwerk muss gestärkt werden, deshalb sollten die Handwerkertage ausgebaut und ein Handwerkerpark errichtet werden.
Neue Technologien sind der Motor für weiteres Wachstum, Kreativität und Innovationen. Die Chancen für Ingolstadt als Vorreiter im Bereich von 5G und dem autonomen Fahren sind riesig. Daher setzt sich die FDP Ingolstadt für die Unterstützung von Start-ups und neuen Unternehmungen ein.
Eine Stadt der Kinder und Jugend
Bildung fängt im frühkindlichen Bereich an. Um Familien finanziell zu entlasten und die frühkindliche Bildung zu fördern, setzt sich die FDP Ingolstadt für eine Reduzierung der Kita-Gebühren um 5% ein.
Die FDP Ingolstadt setzt sich für moderne Schulbauten ein. Dafür müssen notwendige Sanierungen zeitnah durchgeführt werden. Im Zuge dessen müssen auch alle Vorkehrungen zur weiteren Digitalisierung an den Schulen getroffen werden.
Zusätzlich sollen die Schulen verstärkt sportliche Aktivitäten und gesunde Lebensführungen fördern. Dazu zählt auch der schulische Schwimmunterricht. Die dafür benötigte Infrastruktur muss z.B. durch die Instandsetzung des Schwimmbads in der Grundschule auf der Schanz, sichergestellt werden. Darüber hinaus soll nach Möglichkeit in allen städtischen Einrichtungen frisches und abwechslungsreiches-Essen angeboten werden. Das Lernkonzept „Schreiben nach Gehör“ lehnt die FDP Ingolstadt grundsätzlich ab.
Die FDP Ingolstadt fordert außerdem die Schaffung von Freiraumkonzepten für Jugendliche in der Stadt.
Die aufsuchende Jugendarbeit durch Streetworker sollte wieder aufgenommen werden.
Die Trendsportanlagen müssen ausgebaut und teilweise überdacht werden, damit auch witterungsunabhängig Sport getrieben werden kann.
Verkehr
Das starke Wachstum in Ingolstadt und der Region belastet die Verkehrsinfrastruktur enorm.
Daher ist es besonders wichtig das die Stadt und die Region gemeinsam eine integrierte Verkehrsplanung erarbeitet. Die Freihaltung von Trassen für Regionalbahnen, neue Straßen und Radschnellwege sind bei dem starken Bevölkerungswachstum essentiell. Die FDP Ingolstadt schlägt einen strukturierten Prozess der Bürgerbeteiligung in der gesamten Region 10 vor der möglichst schnell starten soll. Außerdem unterstützt die FDP Ingolstadt das Umdenken bestehender Verkehrskonzepte und die Einführung neuer Mobilitätsformen.
Der Hauptbahnhof als modernes Tor zur Stadt bietet weiter Möglichkeiten Ingolstadt noch attraktiver machen. Die Anbindung der Stadt an den Fernverkehr der Deutschen Bahn sollte weiter ausgebaut werden. Nur 50% der ICE`s, die täglich von Nürnberg nach München fahren, halten in Ingolstadt. Der „Sprinter“ zwischen München und Berlin findet keinen Halt in Ingolstadt, dies muss sich ändern.
Aktuell führen die ÖPNV-Linien zentral zum Omnibusbahnhof. Eine dezentrale, intelligente Linienführung jedoch würde zu einem attraktiveren und flexibleren ÖPNV führen. Dieser wird durch die Einführung von Ruftaxis, gerade nachts, ergänzt. Zudem verringert der Umbau von dieselbetriebenen Bussen hin zu alternativ angetriebenen Bussen die Umweltbelastungen.
Eine Umfahrung der Innenstadt über die Roßmühlstraße Frühlingsstraße und die Straße auf der Schanz ermöglicht die Reduzierung des Busverkehr durch die Fußgängerzone zwischen Rathausplatz und Harderstraße.
Um die Stadt an die Donau zu bringen, setzt sich die FDP Ingolstadt für eine Umgestaltung der Schloßlände hin zu einem „Shared Space“ ein, in dem Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge gleichberechtigt unterwegs sind.
Darüber hinaus setzt die FDP Ingolstadt sich für Innovationen in der Fahrradinfrastruktur ein. Dazu gehört der Ausbau der aktuellen Fahrradwege (ggf. auch die Einführung von Vorrangrouten), der Bau neuer Fahrradwege, sowie die Errichtung eines Fahrradparkhauses in Innenstadtnähe.
Es sollte überprüft werden, ob in den vorhandenen Nebenräumen in den Tiefgaragen am Theater weitere Plätze für das Abstellen von Fahrrädern und anderen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen. Hier könnten auch Schließfächer für das Gepäck und die Helme der Fahrradfahrer/innen aufgestellt werden.
Die FDP Ingolstadt fordert eine breit angelegte Fahrradinitiative mit einem Bündnis aus Vereinen, Kindergärten, Schulen, Elternbeiräten, Universität und Unternehmen mit dem Ziel, die Kinder bestmöglich auf das Fahrradfahren auf der Straße vorzubereiten, die Gefahren rechtzeitig zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten.
Wir treten ein für eine clevere und vernünftige Verkehrs-Umgehungs-Lösung um Ingolstadt –gerade auch zum Vorteil der Bürger in Friedrichshofen. Eine solche Lösung darf langfristig und abhängig von der weiteren Entwicklung der ‚Automobilstadt Ingolstadt‘ auch eine 4. Querung über die Donau nicht ausschließen, für welche die Trasse daher bewusst freigehalten wurde.
Kultur, Sport und Freizeit
Kultur hat viele positiven Eigenschaften. Kultur macht Menschen glücklich, regt ihre Kreativität an und hat langfristig positiven Einfluss auf die Entwicklung einer Stadt und ihrer Wirtschaft. Daher setzt sich die FDP Ingolstadt dafür ein, die Kultur der Stadt Ingolstadt zu fördern, um gezielt die Bedarfe der Bevölkerung decken.
Die weitere Nutzung des MKKD als städtische Galerie, die Renovierung des Theaters, der Bau der Kammerspiele sowie der Erhalt und Ausbau der bestehenden Museen sind Kernthemen, die die FDP Ingolstadt umsetzen will.
Darüber hinaus müssen privaten Initiativen Steine aus dem Weg geräumt und Impulse aus der Bevölkerung gefördert werden.
Im Sport hat sich Ingolstadt weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Nicht nur in Fußball und Eishockey, sondern auch im Schwimmen, Leichtathletik und Rudern u.v.m. sind Ingolstädter Sportler in der deutschen und internationalen Spitze zu finden. Damit dies so bleibt und auch im Breitensport immer wieder Nachwuchstalente gefördert werden, setzt sich die FDP Ingolstadt für den Erhalt und den Ausbau der der Bezirkssportanlagen ein. Die von jüngeren Einwohnern beliebten Trendsportanlagen sollten so umgestaltet werden, dass sie auch im Winter nutzbar sind.
Ingolstadt hat viele Freizeitmöglichkeiten und wunderschöne Naherholungsgebiete. Aber leider sind die Anzahl der Stadt- und Kulturfeste deutlich zurück gegangen. Ein jährlich stattfindendes Bürgerfest, Rock im Klenze und viele andere Beispiele sind es für die FDP Ingolstadt wert, wiederbelebt zu werden.
Umwelt
Umwelt- und Klimaschutz ist eine wichtige Aufgabe der Politik, um die Lebenschancen zukünftiger Generationen zu sichern. Denn ohne saubere Luft, reines Wasser und fruchtbare Böden, ohne stabiles Klima und ausreichende Energieversorgung ist ein glückliches Leben undenkbar. Die FDP Ingolstadt ist sich dieser Aufgabe bewusst und setzt sich für eine saubere Umwelt in Ingolstadt ein.
Der Bau von sogenannten Bienenhaltestellen, also Bushaltestellen deren Dach begrünt ist, wurde von der FDP bereits in der jetzigen Legislaturperiode im Stadtrat beantragt.
Zusätzlich führt die Einführung von Star City Lights zu einer geringeren Lichtverschmutzung und damit zu weniger Insektensterben.
Der Stadtrat hat im vergangenen Jahr eine Begrünungs- und Gestaltungssatzung verabschiedet, die Bauherren größerer Bauvorhaben Regeln auferlegt, um die Bodenversiegelung und großflächige Verkiesung in Grenzen zu halten. Diese Maßstäbe sollte die Stadt auch an sich selbst anlegen und diese Flächen entsprechend nutzen.
Der Erhalt des ersten Grünrings sowie der Ausbau des zweiten Grünrings sind Wirlungsvolle Maßnahmen für die Umwelt und für die Erholung der Bürger. Deswegen setzt sich die FDP Ingolstadt dafür ein.
Um die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Region, Landwirten und Umweltverbänden zu optimieren, macht sich die FDP Ingolstadt für die Einführung eines Landschaftspflegeverbandes auch in Ingolstadt stark. Eine weitere GmbH ist heir nicht zielführend.
Tourismusförderung
Der Tourismus ist in Ingolstadt nie ein bedeutender Gewerbezweig gewesen. Die Tourismusförderung wurde von der Stadtpolitik seit jeher stark vernachlässigt. Andererseits ist Tourismus ein Wachstumsbranche. Er bietet über das einschlägige Gewerbe hinaus zahlreiche Vorteile für die Stadt insgesamt. Die Stadtidentität wird gestärkt, das Image wird besser, die Bekanntheit der Stadt nimmt zu. Sie wird attraktiver für Gewerbeansiedlungen und für auswärtige Fachkräfte.
Ingolstadt hat keine weithin bekannte Attraktion ersten Ranges. Zentral für den Erfolg der Branche ist daher die Vielfalt des Angebots, die sich massiv steigern lässt.
Dies gelingt,
indem man für die ganze Region einheitlich wirbt und nicht nur für die Stadt Ingolstadt allein;
indem man eine herausragende Aufenthaltsqualität herstellt;
indem man eine Vielzahl neuer Attraktionen schafft.
Die FDP will daher den Fremdenverkehr regionaler, gastlicher und interessanter machen. Die Stadt hat dabei im Wesentlichen die Funktion eines Moderators. Es geht um die Vernetzung der Akteure auf der Grundlage von Freiwilligkeit und dem Angebot der Mitgestaltung an alle Beteiligten.
Den Tourismus regionaler denken
Wir brauchen einen Tourismusverbund Mittelbayern, zu dem wenn möglich mindestens die Nachbarkreise gehören sollen, sowie Vertreter aller einschlägigen Gewerbe und Verbände. Um diesen zu gründen, ist die Einberufung eines „Tourismus-Gipfels“ in Ingolstadt zweckmäßig. Die Chancen der Region sollten mit Hilfe wirtschaftswissenschaftlicher Gutachten ausgelotet werden. Zudem bietet sich die Einbeziehung aller Interessenten durch einen Ideenwettbewerb an.
Danach müssen die Ideen zu einem Gesamtkonzept gebündelt werden, das die Grundlage für eine einheitliche Marketingstrategie bietet.
Die Region gastlicher machen
Ein wesentliches Element für eine höhere Aufenthaltsqualität stellt die Ausrichtung auf die Barrierefreiheit dar. Für eine Minderheit der Touristen ist Barrierefreiheit eine Notwendigkeit, für alle jedoch ein Komfortmerkmal. Der Wert für die Imagepflege liegt zudem auf der Hand.
Die Fortbewegung in der Region wird für Fremde wesentlich einfacher mit einer Touristennetzkarte für alle Verkehrsmittel. Für Radtouristen fehlt noch ein Fernwanderweg in Nord-Süd-Richtung. Alternativ dazu könnte auch das flexible System der „Knotenpunktrouten“ eingeführt werden.
Die Stadtführungen können ergänzt werden durch Audioführungen, Hörspielspaziergänge, GPS-Schnitzeljagde, 3D-Video-Präsentationen usw. Der Weg durch die Stadt lässt sich durch städtebauliche Verbesserungen angenehmer gestalten. Das gilt insbesondere für den Bereich Nordbahnhof, Rechbergstraße, Proviantstraße, Schmalzingergasse.
Der Aufenthaltsqualität dient nicht zuletzt die ausreichende Verfügbarkeit von Fachkräften. Diese kann sichergestellt werden, indem an der Berufsschule die Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit angeboten wird.
Die Region interessanter machen
Im Gebiet um die Saturnarena zwischen Eisenbahn und der Südlichen Ringstraße könnte ein Besuchermagnet entstehen durch Ansiedlung von Gaststätten, Veranstaltungsorten und Läden, die außer für Einheimische auch für Gäste interessant sind.
Die Stadtgeschichte lässt sich neben Stadtführungen oder historisierenden Events sehr gut mit Hilfe eines Erlebnisparks vermitteln, in dem Themen wie die „Illuminaten“, „Frankenstein“, „Universität“, „Jesuiten“ spielerisch vermittelt werden.
Die FDP Ingolstadt unterstützt die Bewerbung der Stadt für das Projekt „Ingolstadt – Kulturhauptstadt Europas 2034“ um dem Kulturtourismus einen beträchtlichen Schub zu geben.
Der Neuburg-Ingolstädter Auwald wird voraussichtlich kein Nationalpark. Trotzdem kann er mit einer entsprechenden Besucher-Infrastruktur ausgestattet werden. Als besondere Attraktion kann dabei ein Baumwipfelpfad ins Auge gefasst werden. Das Donaumoos ist eine Landschaft, deren Attraktivität deutlich gesteigert werden kann, indem man an den Enden sehr langer Sichtachsen hohe Kunstwerke als Landmarken aufstellt. Für weite Sicht über das Donautal kann zudem ein barrierefreier Aussichtsturm am Juraabhang sorgen.
Nicht alle Vorschläge werden sich verwirklichen lassen, aber je mehr davon Realität werden, desto besser für den Tourismus in unserer Region. Wir brauchen endlich politischen Ehrgeiz auf diesem Gebiet.